Die letzten Tage, vor allem über die Feiertage, bin ich wieder öfter längere Strecken gelaufen, auch da andere sportliche Einrichtungen geschlossen oder für mich nicht erreichbar waren.
Heute ist mir aufgefallen, daß ich oft versuche schneller zu laufen, als ich eigentlich müßte. Dadurch habe ich mich leicht verkrampft und das Laufen wirkte so sehr stockend und gezwungen auf mich. Das ist aber der Fall, wenn es um das schnelle Vorwärtskommen geht, und nicht um die ursprüngliche Erfahrung des Laufens an sich.
Wichtig war daher für mich: Laufe in deinem Tempo, so wie es sich für dich harmonisch anfühlt, selbst wenn es nach außen hin als langsam oder unspritzig erscheinen mag.
Ich möchte hier deshalb unbedingt nochmal hervorheben, was ich in Über als Hauptmotto dieser Seiten geschildert habe, leider aber selber vergaß:
Das Problem mit euch Leuten: Ihr wollt immer schnell sein, schnell Richtung Ziellinie, schneller als andere sein. Seht es umgekehrt: Macht es euch erst leicht, fokussiert euch zunächst darauf. Und nach und nach durch die aufkommende Freude daran, werdet ihr eventuell besser und schneller, aber es kümmert euch dann gar nicht mehr.“
– Ein Tarahumara-Indianer (Läufervolk im heutigen Mexiko)
Es ist eben ein ganz anderer Ansatz, dem normalen, westlichen Denken unbekannt. Aber es ist der eigentliche Weg, weil er in Harmonie mit der eigenen Natur abläuft, die nicht erzwungen werden kann, sondern aus sich heraus zur Entfaltung kommt.