Heute morgen konnte ich irgendwie nicht mehr schlafen, so bin ich aufgewacht, als es noch sehr finster draußen war. Darüber hinaus herrscht nachts aktuell bitterer Frost bis zu -12°C. Für mich war daher glasklar: Ich muß laufen gehen!
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in diesen Bedingungen alleine auf der Straße oder im Wald Schritt für Schritt nach vorne zu preschen, und genau zu wissen: Das ist es! Das ist Leben, wie es sich in seiner vollsten Kraft gegen die Widrigkeit der eisigen Kälte behauptet. Unbeschreiblich ist es, weil man das erfahren muß, um es zu kennen; Worte können es nur umschreiben.
Es ist ein Gefühl von Sorglosigkeit und Freiheit, denn in dem Moment bist nur du, dein Urinstinkt des Laufens und die Natur in ihrer Unerbittlichkeit. Der Rest interessiert nicht. Dieser Einfachheit wohnt ein großer Zauber inne. Weil es so herrlich unkompliziert und immerzu möglich ist.
Das Einzige was einen davon abhält ist die Verkomplizierung, all die Gründe im Kopf, warum das gerade nicht geht, während man tief innerlich weiß, daß man sich da was vormacht.
Es geht aber, diese Erfahrung ist zugänglich und wartet nur auf einen.
Die einzige Frage ist deshalb nun: Wann probierst Du diesen Geschmack?